Ausgabe 4

Zur Übersicht

Zeitungszeugen Nr. 4
Erscheinungsdatum: 02.02.2012

Die beigelegten Zeitungen:
Völkischer Beobachter, 2./3. April 1933
Jüdisch-Liberale Zeitung, 15. April 1933
 

Die Analysen unserer Experten:
Boykott jüdischer Geschäfte: Zum ersten Mal wurden in Deutschland jüdische Geschäfte in einer organisierten Aktion der Regierung boykottiert, wie PD Dr. Frank Bajohr, Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg, erläutert.

Die ersten Flüchtlinge: Prof. Schon im Frühjahr 1933 verlassen 30.000 bis 40.000 Menschen Deutschland, berichtet Joachim Szodrzynski, Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg. Dabei handelt es sich auch um politische Aktivisten und um Kulturschaffende.

Doch die größte Gruppe sind Menschen jüdischer Herkunft. Eine neue Bleibe zu finden, gestaltet sich bereits schwierig.

Leser-Lupe: Christina Kiesewetter, Chefredaktion Zeitungszeugen, analysiert die beigelegten Zeitungen. Der „Völkische Beobachter“ berichtet über den Boykott mit schlagwortartiger Wiederholung der NS-Sprache. Die „Jüdisch-Liberale Zeitung“ versucht in differenzierten Worten zu verstehen, was gerade in Deutschland geschieht und klärt über die „Jüdische Wirtschaftshilfe“ auf.

Propaganda: Das Plakat in dieser Ausgabe wirbt dafür, „deutsche Erzeugnisse“
zu kaufen.

Porträt: Dr. Hannah Ahlheim, Georg-August-Universität Göttingen, porträtiert den Antisemiten Julius Streicher, der als enger Vertrauter Hitlers galt und den reichsweiten Boykott jüdischer Geschäfte organisierte.

Für Lehrer: Zu dieser Ausgabe können Sie ein Arbeitsblatt für Ihren Unterricht herunterladen
Sekundarstufe 1
Sekundarstufe 2