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Lesen Sie das Vorwort von Prof. Dr. Wolfgang Benz |
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Lesen Sie die Einleitung von Prof. Dr. Horst Pöttker |
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Sagen Sie uns Ihre Meinung zur Beilage |
Kurzfristige Änderungen der Beilage „Das unlesbare Buch“
Die Grünen im Bayerischen Landtag haben einen transparenten Umgang mit historischen Nazi-Schriften gefordert.
Lesen Sie hier die Pressemitteilung.
Liebe Leserinnen und Leser,
sehr geehrte Damen und Herren,
auf Antrag des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen hat ein Münchner Gericht am Nachmittag des 25.Januar entschieden, dass
Zeitungszeugen bis auf weiteres keine Auszüge aus ‘Mein Kampf’ verwenden darf, um sie wissenschaftlich kommentiert und analysiert zu veröffentlichen. Wir bedauern, dass wir deshalb anders als angekündigt allen interessierten Lesern, die uns einen frankierten und adressierten Rückumschlag zugesandt haben, vorerst keine vollständig leserliche Variante unserer Zeitungszeugen-Beilage ‘Das unlesbare Buch’ zusenden können. Gegen die Entscheidung des Münchner Gerichts werden wir Rechtsmittel einlegen. Sollten wir Erfolg haben, werden wir Ihnen die vollständig lesbare Variante zu einem späteren Zeitpunkt schicken.
Das große Interesse unserer Leserschaft und die breite Unterstützung für unser Anliegen einer verantwortungsvollen Auseinandersetzung mit diesem zentralen Werk der deutschen Geschichte bestärken uns in dem Wunsch nach einer abschließenden Klärung der Rechtslage.
Mit freundlichen Grüßen
Peter McGee
Exklusive Beilage zur Nummer 3:
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UNLESBARdenn fast niemand hat den größten Bestseller der 1930er-Jahre wirklich gelesen UNLESBARdenn es ist ein schlecht geschriebenes Buch in geschmackloser und verworrener Sprache UNLESBARdenn seit fast 70 Jahren ist „Mein Kampf“ unzugänglich “Das unlesbare Buch” möchte mit einem Mythos aufräumen. „Mein Kampf“ ist ein ermüdendes und dumpfes Buch, das einen geheimnisvollen Ruf und unberechtigte Bedeutsamkeit erlangen konnte, weil es versteckt, verboten und verbannt wurde. In diesem Heft finden Sie Auszüge aus „Mein Kampf“ mit detaillierten Erläuterungen und Analysen. Lesen Sie es. Machen Sie sich Ihr eigenes Bild. Damit wir endlich den Mythos von „Mein Kampf“ begraben können. |
So lesen Sie dieses Heft:
Einen Expertenkommentar finden Sie auf den folgenden Seiten direkt neben den Originalauszügen aus „Mein Kampf“. Wir empfehlen, zunächst einen Abschnitt im Original und dann direkt den Kommentar dazu zu lesen. Die Auszüge haben wir für Sie thematisch ausgewählt, und uns dabei in dieser ersten Beilage mit Hitlers autobiografischen Schilderungen zu seinen Jahren in Wien und München bis zum Ersten Weltkrieg beschäftigt. Lesen sie mehr
Vorwort
„Mein Kampf“, der phrasen-pralle Monolog des Autisten Adolf Hitler, ein fast 800 Druckseiten starkes Buch, war bis zum Ende des „Dritten Reichs“ in rund zehn Millionen Exemplaren verbreitet und in 16 Sprachen übersetzt. Die Rechte liegen vorerst noch beim Freistaat Bayern, der aus guten Gründen Neuauflagen verhindert hat. Aber treffen die Argumente, die nach dem Ende des „Dritten Reichs“ wohl richtig waren, zu? Lesen sie mehr
Prof. Dr. Wolfgang Benz
emeritierter Leiter des Zentrums
für Antisemitismusforschung der
Technischen Universität Berlin
Einleitung
Originalauszüge aus „Mein Kampf“
mit Expertenkommentaren von Prof. Dr. Horst Pöttker
Teil 1: Autobiografie
Die autobiografischen Kapitel von „Mein Kampf“ sind wichtig, um zu verstehen, warum so viele Deutsche der nationalsozialistischen Ideologie gefolgt sind und so das NS-Regime, den Zweiten Weltkrieg und Auschwitz möglich gemacht haben. Denn sie zeigen, wie tief Hitlers Sozialisation, Gefühlswelt und Denkweise in Traditionen verankert sind, die für die (politische) Kultur Deutschlands und Österreichs prägend (gewesen) sind. Lesen sie mehr
Über den Autor:
Dr. Horst Pöttker ist Professor am Institut für Journalistik der Technischen Universität Dortmund und Mitglied des Expertenteams von Zeitungszeugen. Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist die Geschichte des Journalismus. Er ist Mitherausgeber der Reihe „Journalismus und Geschichte“ und hat zahlreich zum Umgang der Deutschen mit der NS-Vergangenheit publiziert.

Ich finde das Verbot/bzw. den Urheberrechtsstreit einfach lächerlich! Jeder der will, findet im Net mit ein paar Mausklicks weit gefährlichere oder auch urheberrechtlich geschützte Schriften und Medien, gegen die ein kleines bayerisches Gericht halt GAR NIX tun kann, weil die auf einem Server in Panama, Pakistan oder Laos hinterlegt sind. Die wollen in meinen Augen hier nur ihre “Wichtigkeit” demonstrieren.
Vorschlag: Wie schaut es aus, wenn man keine Textpassagen, sondern nur einzelne Sätze zitiert? Das müsste das Urheberrecht doch zulassen. Ständig liest und hört oder sieht man in den Medien: “Wie Herr/Frau XY in seinem/ihren Buch berichtet……” oder “wie die Zeitung YX in ihrer neuesten Ausgabe berichtet…..”
Sehr geehrte Damen und Herren,
“Schön”, dass der Herausgeber sich dazu entschlossen hat, uns ständig hochgradig gefährdete Leser von “Zeitungszeugen” die ach so bösen Textauszüge aus “Mein Kampf” auch noch unleserlich zu machen. Dadurch wird der Leser doch zum unmündigen Bürger degradiert und seine Neugierde erst recht geweckt, weil ja bekanntlich verbotenes ganz besonders interessant ist. Hier wurde eine große Chance vertan! Oder wurde hier aus politischem Kalkül heraus entschieden und der bequemere Weg gegangen? Ich selbst habe Geschichte studiert, mich eingehend mit dem “Dritten Reich” beschäftigt und “Mein Kampf” komplett gelesen. Gerade Primärquellen sind doch historisch äußerst interessant und erlauben tiefe Einblicke, in diesem Fall in die verworrene Gedankenwelt Hitlers. Dass dieses Buch neben antisemitischen Hasstiraden und Expansionsgelüsten auch durchaus Passagen enthält, die recht einleuchtend und nachvollziehbar sind ( aus der Wiener Zeit ) macht es gerade interessant. Hätten damals mehr Menschen das Machwerk gelesen, hätte die Geschichte anders verlaufen können…..
Auch dass auf den Abdruck des “Stürmers” verzichtet wurde, wird dem Gesamtanspruch von “Zeitungszeugen” m.E. nicht gerecht; aber hier hat uns der Herausgeber die Entscheidung ja schon abgenommen. Herzlichen Dank !
Mit freundlichen Grüßen
Lothar Krieg, Darmstadt
Sehr geehrte Redaktion “Zeitungszeugen”,
mit dieser Nichtveröffentlichung von “Mein Kampf” haben Sie sich und der lesenden
Öffenlichkeit wahrlich keinen Gefallen getan.
Richtig ist, dass dieses Buch keinesfalls unkommentiert von jungen Leuten gelesen
werden sollte. Falsch ist es in meinen Augen, es vollständig zu verbieten und dem mündigen Bürger vorzuenthalten (genau das taten die Nazis mit allen ihnen nicht genehmen Werken
aus Kultur und Wissenschaft!), oder wie im vorliegenden grotesken Fall lediglich die Kommentare ohne Originaltext zu veröffentlichen. Ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen.
Als Besitzer einer Ausgabe von 1940 (noch vom Vater) meine ich: das Buch ist keineswegs unlesbar, es ist in weiten Teilen durchaus flüssig, verständlich und beinahe spannend zu
lesen. Mir war als junger Mensch erst nach der Lektüre klar, was im Kopf des Verfassers eigentlich vorgegangen war, wie er auf seine mörderische sozialdarwinistische Ideologie
kam und wie er sich schon während seiner Festungshaft die Umsetzung vorstellte.
All dies ist zweifellos hochgefährliches Gedankengut; man darf aber der heutigen Öffentlichkeit schon aufgrund der Kenntnis der Folgen schon zutrauen den Originaltext
- insbesondere auszugsweise und kommentiert – schadlos zu verdauen.
Eine “gelernte” Demokratie sollte sich eine Bücherverbrennung dieser Art nicht leisten,
juristische Bedenken hin, Gerichtsentscheidungen her.
mfG
Dietrich Grasemann
aber
Es ist eine Frechheit, dem mündigen Leser geschwärze/zensierte Literatur für teures Geld anzubieten. Ich komme mir vor wie in der DDR, von Verboten und Zensur in meiner Freiheit eingeschränkt.
Die vielen Kommentare vor mir sprechen dazu eine deutliche Sprache! muss ich denn erst bis 2015 warten, um mir endlich eine eigenes Bild von “Mein Kampf” zu machen? Oder was sollen diese Verbote? Allein für Kommentare Ihrer Literaten werde ich jedenfalls kein Geld mehr ausgeben!
Hallo,
ich habe mir heute Ihre 4. Ausgabe gekauft. Ich finde es gut, dass man sich ein eigenes Bild zur Presselandschaft der damaligen Zeit machen kann.
Schade finde ich aber, dass so viel Platz für Kleinanzeigen “hergegeben” wird.
Wollten Sie dies über die weiteren Ausgaben so beibehalten? Ich finde das Verhältnis zu den anderen Artikeln stimmt nicht.
Daanke und Gruß
Hallo Hartmud,
da wir in die Originalzeitungen grundsätzlich nicht eingreifen, sollen auch die Anzeigen ein authentisches Bild dieser Zeit vermitteln. Viele Leser geben uns auch die Rückmeldung, dass sie gerade diese Seiten sehr spannend finden. Es sind aber auch Zeitungen, vor allem Exilblätter, beigelegt, die gar keine Anzeigen enthalten. Es kommt eben immer auf den Charakter des Blattes an.
Die Redaktion
Abo-Ausführung
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe mich für das Abo ab der 4. Ausgabe entschieden. Leider habe ich die 4. Ausgabe noch nicht erhalten. Wird diese noch geschickt oder soll ich diese doch lieber im Laden kaufen?
Dafür habe ich heute die Ausgabe des “Unlesbaren Buches” bekommen, aber leider genauso
wie das beigefügte Exemplar der 3. Ausgabe.
Es wäre wünschenswert, dass die eingelegten Rechtsmittel Erfolg haben.
Mit freundlichen Grüßen
Esther Kaufhold
Liebe Frau Kaufhold,
wir liefern unsere Abos ab der bestellten Nummer – unabhängig vom Erscheinen am Kiosk.
Wenn Sie ein Abo bestellt haben, ist ein Nachkauf am Kiosk daher nicht notwendig.
Bezüglich des Unlesbaren Buches:
Gegen die Entscheidung des Münchner Gerichts, die es uns vorerst verbietet, die Originalauszüge zu drucken, haben wir Rechtsmittel eingelegt. Sollten wir Erfolg haben, werden wir unseren Leserinnen und Lesern die vollständig lesbare Variante zur Verfügung stellen.
Angstbewältigung bedeutet, sich seiner Angst zu stellen und zu erkennen, dass diese Situation gar nicht so bedrohlich ist, wie man angenommen hatte. Folglich wird ein Mensch anschließend mit dieser Situation offener und vor allem sachlicher umgehen können. Wenn selbst eine auszugsweise und kommentierte “Wiederveröffentlichung” von “Mein Kampf” zu solchen Aktionen des Bayerischen Finanzministeriums als Rechtsnachfolger des Franz-Eher-Nachf.-Verlages führt, zeigt dieses doch sehr deutlich, dass zumindest das Finanzministerium der Ansicht ist, die Bundesrepublik habe ihre Vergangenheit noch nicht bewältigt. Andererseits widerspricht die Handlungsweise des Bayerischen Finanzministeriums der Tatsache, dass die “Fortsetzung” von “Mein Kampf”, das sogenannte, 1961 erstmals veröffentlichte “Zweite Buch”, auch in der Saur-Reihe “Hitler – Reden, Schriften, Anordnungen” als Band 2 kommentiert, aber komplett (!) als Band II A wieder erschienen ist, und zwar 1995. Noch alberner wird die ganze Angelegenheit, wenn darüber hinaus berücksichtigt wird, dass es bereits mehrere Bücher auf dem Markt gab und gibt, die kommentiert auch Originalpassagen aus “Mein Kampf” wiedergeben, z. B. Maser, Werner: “Adolf Hitler. Mein Kampf. Geschichte – Auszüge – Kommentare”, Moewig-Verlag, Essingen 1981″.
Unkommentiert sollte “Mein Kampf” nicht publiziert werden. Eine gut kommentierte und mit den Fakten der heutigen Forschung angereicherte Wiederveröffentlichung könnte etwas erreichen, was anders kaum in dieser drastisch anschaulichen Form möglich wäre, nämlich: Hitler mit seinen eigenen Worten zu widerlegen! Warum hat man diese einmalige Chance nicht längst genutzt? “Mein Kampf” bietet hierzu so unendlich viele Ansatzpunkte…
Die erste Reihe der “Zeitungszeugen” habe ich komplett, bei der zweiten Reihe nur Nr. 1 – 3, weil mir aufgefallen ist, dass es sich bei den historischen Zeitungen um die selben Ausgaben handelt! Bleibt das so? Das wäre schade für die Fans, die eure erste Serie unterstützt haben!
LG J. G. Exner
guten tag ein dickes lob an die herrausgeber von zeitungszeugen.
Aber was ich tierisch scheisse finde ,ist das uns deutschen das buch ,,mein kampf,,unzugänglich gemacht wird .ich finde das buch sollte zugänglich für jederman sein ,jeder deutsche sollte seine eigene meinung über dieses buch haben .und was ich auch traurig finde ist, wenn man offen sagt das man dieses buch lesen will und sofort als nazi abgestempelt wird.bin weder rechts noch links nur ich will die gedanken und intressen die hitler in sein buch schrieb WISSEN :und auch ein trauriges armutszeugniss an das bayerische staatsministerium ich glaub die haben noch nie das wort DEMOKRATIE (VOLKSHERRSCHAFT) gehört, denn verbote bringen nix dadurch wird ja die neugierde immer grösser (Verbotene früchte schmecken am besten )also schluss mit dem ewigen versteckspiel wegen das buch
Sehr geehrte Damen und Heeren,
ich habe es als enttäuschend empfunden das die “sogenannte Auszüge” aus “Mein Kampf” unlesbar gemacht wurden. Die Erläuterungen und Analysen ergeben so für mich keinen Sinn. Man kann ja die sehr gut geschriebene Erläuterung nicht mit dem unlesbar gemachten Text in Zusammenhang bringen.
Warum es nicht möglich sein soll Auszüge aus “Mein Kampf” zu verwenden um sie wissenschaftlich kommentiert und analysiert zu veröffentlichen verstehe ich nicht ganz.
In sonstigen Geschichtsbüchern findet man ab und an auch kommentere Ausszüge aus eben diesem Buch.
Mit freundlichen Grüßen
Alfred Kutschinsky
Zuerst fühle ich mich betrogen mit der Aufschrift “Orginalauszüge…”Die waren ja nicht da bezw. nicht so ,dass man sich ein Bild über den Stil hätte machen können. Zudem wird mir vorgegeben, was und wie ich etwas zu interpretieren habe. Als Pädgoge traue ich mir ein Urteil selber zu. Jetzt hat man mal ein “unverdächtiges” Experten Team wie Benz und Pöttker und traut sich nicht die Konfrontation mit einer Gesetzgebung, die den Bürgern selbst nach über 60 Jahren anfällig für so eine wirres Weltanschauungsbuch hält. Das Verbot macht das Buch doch “wichtig und reizvoll”.
Ein bischen mehr Mut (längere Zitate wären schon hilfreich gewesen) hätte ich mir gewünscht.So verärgern Sie die Leser.
Die Unkenntlichmachung leistet dem Vorschub, was die Veröffentlichung zunichte machen wollte: dem Mythos entgegen zu wirken. So wird der Mythos noch gesteigert.
Die Deutschen werden weiterhin von einem Teil der (politischen) Elite am Gängelband gehalten. Demokratie ist weiterhin etwas, wovor die politische Klasse dieses Landes Angst hat. Wir sind eben eine repräsentative Demokratie, und die Repräsentanten entscheiden, was gut für die Bürger ist und was nicht.
Man hätte zu diesem Zeitpunkt unter diesen Bedingungen von einer Veröffentlichung absehen müssen oder sie anders gestalten sollen. Das fängt schon an bei der Gestaltung des Titels: Das Portrait Hitlers mit schwarzem Balken vor den Augen, als ob sein Recht auf das eigene Bild gewahrt werden müsste. Und dann auch noch der Zeitungsrasterdruck des Fotos auf blauem Hintergrund. Fehlen nur noch die nächsten Ausgaben in Rot und Gelb und die Pop-Ikone à la Warhol ist perfekt. Das ist publizistisch fragwürdig und überschreitet die Grenze zur Geschmacklosigkeit. Und die reißerischen, widersprüchlichen Titel, Kopf- und Fußzeilen tragen noch zur Verwirrung und Desinformation des interessierten Laien bei: “Das unlesbare Buch” (Titel Blau auf Schwarz im Balken), “”MEIN KAMPF”: ORIGINALAUSZÜGE UND EXPERTENKOMMENTARE” (Weiß auf Schwarz in Kopfzeile), “ACHTUNG! ORIGINALTEXT ENTFERNT” (Fußzeile Rot auf Schwarz), “TEIL 1: AUTOBIOGRAFIE” (Fußzeile, Weiß auf Schwarz). Widersprüchliche Informationen, und man fragt sich, wie man denn den Originaltext entfernen will, warum man denn so etwas überhaupt machen will, denn wenn man ihn entfernt hat, dann muss er doch schon da gewesen sein, und das ist doch auch erklärtes Ziel dieser Beilage: Den Originaltext den Lesern nahe zu bringen, um den Menschen dahinter zu entlarven. Man muss bis zum Aufschlagen und Studieren des Heftchens denken, dass das alles freiwillige, willentliche Gestaltungsmittel der Herausgeber sind. Erst nach dem Erwerb der eingeschweißten Beilage stellt sich heraus, dass “Mein Kampf” nicht nur wegen des unterirdischen, verworrenen Stils, wegen der vertretenen Menschen verachtenden Inhalte und aufgrund der Tatsache, dass es nicht ohne weiteres erhältlich ist, “unlesbar” ist, sondern eben aufgrund der Unkenntlichmachung in eben dieser Beilage.
Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe heute Ausgabe 4 mit dem unlesbarem Buch erhalten. Leider nützen einem die Kommentare von Hr. Dr. Pöttker nicht viel ohne die Originaltexte.Auch wenn man sich schon denken kann was dieser Wahnsinnige geschrieben hat. Trotz allem eine gute Geschichtssammlung dieser Zeit.
Zu ersteinmal finde ich es löblich seinen Lesern den Umgang mit solchem Material zuzutrauen und zu ermöglichen. Das Sie daran aufrgund beinah banaler Gründe darangehindert werden ist für mich unverständlich und eine Frechheit. Einzig gutes, ich habe so den Zeitungszeugen kennengelernt und werde ihn mir nun häufiger zulegen.
Gruß
das Verbot, die Originaltexte aus “Mein Kampf” abzudrucken ist typisch für Deutschland.
Ja nicht mit der Vergangenheit (1933 bis 1945) auseinandersetzen. Lieber das Volk im Dunkeln und Unklaren lassen. Es könnte ja irgendetwas falsch interpretieren.
Ich hoffe, das “Zeitungszeugen” den Rechtsstreit gewinnen, und das Buch noch mit den Auszügen aus “Mein Kampf” drucken dürfen.
Auf “N24″ und ähnlichen Sendern laufen ständig Filme über diese Zeit rauf und runter.
Wenn in Deutschland alles nach rechten Dingen zuginge, müßte man diese Filme auch verbieten…
Gruß
Frank
Ich kann verstehen, dass Sie den Text unkenntlich machen, um einem langwierigen und teurem Rechtsstreit aus dem Weg zu gehen.
Jedem, der das Buch dennoch lesen will, dem sei das Internet empfohlen. Deshalb ist das, was das bayrische Staatsministerium hier versucht, eine lächerliche Farce. Jeder durchschnittlich intelligente Mensch wird im Informationszeitalter nicht das geringste Problem haben, sich Zugriff auf dieses Werk zu verschaffen. Das Buch ist nicht nur in “dunklen Ecken” des Netzes zu finden, sondern einfach über Suchmaschinen und Online-Enzyklopädien auffindbar. Und man muss sich wirklich fragen, wovor die “Hüter” dieses Machwerkes Angst haben. Glauben Sie, dass das Buch beim Leser eine Art Gehirnwäsche durchführt und ihn zum Neonazi mutieren lässt?
Der einzige Erfolg, der sich in der Vergangenheit mit dem Verbot erzielen lies war, dass ausschliesslich Leute, welche sowieso der Nazi-Ideologie zugewand waren, im Besitz des Buches waren. Der interessierte Durchschnittsbürger, der sich ein eigenes Bild machen wollte, wurde dagegen genau daran gehindert. Aber diese Zeiten sind dank Internet vorbei. Dies ist offensichtlich aber noch nicht im bayrischen Finanzministerium angekommen.
Guten Tag
Eine Frage ? Wie soll man mit einem Mythos aufräumen wenn durch das Unkenntlich machen der orginal Zeilen nicht nachvolziehbar ist was da steht ? Ich bin der Meinung das dieses den Mythos noch größer werden läst, oder bin ich da falsch gewickelt?
Gruß Stephan
Es ist schon bezeichnend, wie in unserer “Demokratie” mit Pressefreiheit
und der Bewältigung der Geschichte umgegangen wird.
Jeder, der sich mit der Zeit des Dritten Reiches auskennt, der weiß, was er von dem Machwerk Adolf Hitlers zu halten hat.
Dieses Buch ist überall erhältlich, nur nicht im ach so liberalen Deutschland,
weil es immer noch Politiker gibt, die Geschichtsbewältigung mit “Geschichtsleugnung durch weglassen” verwechseln.
Ich persönlich fühle mich durch diesen Gerichtsentscheid bevormundet und gegängelt;
politisch und des eigenständigen Denkens als unmündiger Bürger hingestellt.
DDR-Manieren in eine Pseudodemokratie ?
Ich habe sehr starke Bedenken, unser Rechtssystem betreffend.
Guten Tag Zeitungszeugen,
das Urteil des Bayerischen Gerichtes zeigt mir eindeutig, daß Deutschland insbesondere die Deutsche Politik immer noch nicht in der Lage ist, mit der Deutschen Vergangenheit richtig umzugehen.
Es ist falsch, die Zeit 1933 bis 1945 totzuschweigen und eine Ordentliche Berichterstattung / Aufklärung (was die Beilage des “unlesbaren Buches” ist) durch Gerichtsurteile zu erschweren bzw. zu unterbinden.
Man könnte fast meinen, das Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen hat etwas zu verbergen?!
mfg
Frank Wunsch
Guter Beitrag. Sicher kein Fehler, sich mit der Thematik im detail zu beschaeftigen. Ich werde gewiss auch die nächsten Artikel im Auge behalten.
Also ich kann mich der Tatsache einfach nicht erwähren, dass immer wieder mit zweierlei Maß gemessen wird.
Kurz erläutert, was ich damit heute ( und auch schon während der ersten “Zeitungszeugenrunde”) meine.
Wenn eine Landesregierung (oder auch die Bundesregierung) meint, die Einen (Zeitungszeugen) in Ihrer Art zu boykottieren, wie es auch schon in der dritten Ausgabe der ersten Serie geschah und die Anderen ( ZDF doku, N24, ntv und ich weiß nicht welche TV-Sender noch alles)in ihrer Berichterstattung frei gewähren lässt (was ich generell begrüße), dann sträuben sich mir die Nackenhaare.
Jeden Samstag,Sonntag und sogar schon in der Woche läuft der “Führer” über den Bildschirm, werden Hakenkreuzfahnen geschwenkt und “Sieg Heil” gebrüllt und alles im Namen der Information, Dokumentation und Geschichtsbewältigung.
Wie gesagt, alles ok , immer im Sinne wider dem Vergessen.
Verbietet man aber den Nachdruck eines Auszuges, dann erreicht man eventuell genau das Gegenteil von dem, was man erreichen wollte, nämlich anstatt zu informieren, mystifiziert man dieses Schriftstück und etwas geheimnisvolles konnte ich in den ersten paar Seiten dieses Buches nicht entdecken, geschweige denn etwas sinnvolles ( bin derzeit im Besitz einer Leihgabe, denn eine Ausgabe dieses Buches gab es damals tatsächlich zur Hochzeit!!).
Also liebes “Zeitungszeugen-Team”, wenn Ihr dann dürft, dann druckt es ab und dann sollte dieses Thema wohl vom Tisch sein!
Macht weiter so, oder besser noch, druckt auch wieder die Plakate, die waren manchmal vielsagender und erschreckender, als so mancher Zeitungsbericht!
Viele Grüße
Rudi
Auch ich habe heute die 3. Ausgabe der Zeitungszeugen erstanden und war wieder fasziniert wie die Medien im 3. Reich aussahen. Nachdem ich in die blaue Extrabeilage schaute war ich allerdings doch sehr entäuscht das man damit eigentlich nichts anfangen kann. Ich finde es unverschämt von der bayrischen Finanzbehörde Auszüge die kommentiert werden zu verbieten. Natürlich ist es verständlich das kein ganzes Buch abgedruckt werden kann aus urheberrechtlichen Gründen, aber Auszüge sollten da schon erlaubt sein. Kein Land macht so einen Aufstand wegen dem Buch wie Deutschland. Fast in jedem land ist es in der jeweiligen Landessprache frei und legal erhältlich. Nur bei uns, von denen das Buch ja eigentlich kommt, stellen uns damit an wie ein Kindergarten. Sowas ist einfach nur zu belächeln und peinlich. Ich kenne einige Kapitel daraus und es ist eigentlich ein sehr schwer zu lesendes und eigentlich sinnloses Buch. Wer sich Hoffnung macht da eine richtige Geschichte und Handlung drin zu finden der wird 2015 sehr entäuscht sein. Es ist mehr ein niedergeschriebenes Gedankengut was gerade so eingefallen ist.
Man kann nur hoffen das sie den Rechtsstreit gewinnen und damit mal ein Zeichen setzen wie mit unserer Vergangenheit ungegangen werden sollte. Das jeder das Recht hat sich über das zu informieren was ihn interessiert.
Ich drücke Ihnen die Daumen für den Rechtstreit und hoffe für alle Leser das es nochmal eine unzensierte Version der Beilage gibt.
Mit freundlichen Grüßen
Mario
Finde es wirklich sehr schade, daß es heute noch verboten ist, aus dem Buch “Mein Kampf” Zitate zu bringen und sie zu kommentieren. Ich dachte immer, wir werden in der BRD als mündige Bürger behandelt. Früher hat die Kirche bestimmte Bücher verboten, heute ist es der Freistaat Bayern.
Sehr geehrte Damen und Herren,
wie schon oftmals durch meine Vorgänger angedeutet, halte auch ich die “Zeitungszeugen” für eine gelungene Sache, zumal man sich selbst ein vergleichendes und gut kommentiertes Bild über die Presse in den 30er und 40er Jahren machen kann.
Dass die Auszüge aus “Mein Kampf” unlesbar gemacht wurden, ist juristisch nachvollziehbar. So wird das unlesbare Buch zumindest bis 2015 unlesbar bleiben. Es sei denn, man hat ein altes Originalexemplar von Opa oder Oma noch hinten irgendwo im Regal stehen, unkenntlich gemacht und in Packpapierumschlag eingeschlagen.
Immerhin ist es gerade für diesen Personenkreis nicht verboten worden, wenigstens die Textstellen anzugeben, die im Nach-/Abdruck nicht erkennbar bleiben dürfen.
Danke dafür!
Gutes Gelingen weiterhin und viel Glück bei der andauernden rechtlichen Auseinandersetzung.
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich finde es echt schade das die Regierung uns das Buch nach wievor verbietet. Ich hatte mich so gefreut als ich gelesen hatte das sie in ihren Ausgaben einen Teil abdrucken wollen. Daraus wurde ja leider nix. Bin kein Nazi aber interssier mich halt für unsere Vergangenheit. Hoffe das sie vor Gericht doch noch erfolg haben.
Mit freundlichen Grüßen
Nicole D.
Ich habe die erste Serie der Zeitungszeugen gelesen. Besser kann man es in keinem Geschichtsbuch lesen, noch dazu da ich Geschichtsunterricht in der DDR hatte. Auf Vollständigkeit gewisser geschichtlicher Abläufe und Einordnungen wurde damals nicht so ein großer Wert gelegt. Vielmehr wurden die Greueltaten in den Vordergrund gestellt (wogegen auch nicht seinzuwenden ist, es gehört dazu).
Ich verstehe allerdings die Bayerische Regierung nicht. Schon bei der ersten Serie hatte man versucht das Vorhaben der Verleger zu unterbinden. Ist die Wahrung von Urheberrechten der größten Verbrecher der Menschheit wichtiger als die Meinungsfreiheit und Aufklärung über geschichtliche Prozeße? Oder hat man in Bayern auch heute noch was zu verbergen? Schließlich war München die “Hauptstadt der Bewegung” wie es im Nazideutsch heißt.
Ich bin auch enttäuscht darüber, wie unmündig wir Bürger von unseren Politikern behandelt werden.
Tja…. und dann am Ende doch nur geschickte Geschäftstaktik?
Nachdem ich jetzt hier einige interessante Hinweise aus den teilweise offenbar sehr fundierten Kommentaren herauslesen durfte muss ich mich fragen, wieso hier der Verleger nicht selbst darüber aufklärt, dass es nicht um ein Verbot jenes Buches an sich geht, sondern allein um einen Urheberrechtsstreit.
Gut, wie so oft in diesen Zeiten wird oben zwar rechtlich korrekt auf den Vorgang an sich hingewiesen (Urheberrechtsstreit), nicht aber vollständig darüber aufgeklärt um was es eben nicht geht (Zensur, Buchverbot) und gerne wird hier die Empörung über Bücherverbote unkommentiert stehen gelassen. Warum?
Doch nur Geschäftemacherei mit diesmal dem anderen Mythos: dass Verlag und Leserschaft zum Opfer eines bevormundenden Staates geworden seien?
Und so stellt sich auch mir langsam die Frage über Zeitpunkt und Strategie dieses nicht rechtzeitig beigelegten Rechtsstreites und ob ich mein Geld dann doch lieber woanders ausgebe als dort, wo sich fortan ein fader Nachgeschmack bei mir einstellt?
Hallo K.W.
wir haben nie etwas anderes gesagt, als dass es sich hier um einen Urheberrechtsstreit handelt. Aber auf dieser Seite darf jeder demokratisch seine Meinung äußern. Juristisch geht es um einen Urheberrechtsstreit, aber wer der Meinung ist, dass es eigentlich darum gehe, NS-Hetzschriften der Öffentlichkeit nicht zugänglich zu machen (aus welchen Gründen auch immer), der darf das natürlich äußern. So wie Sie auch Ihre Meinung zu diesem Thema äußern dürfen.
Der Besitz und das Lesen von “Mein Kampf” sind nicht verboten. Nur das Verbreiten des Buches (also zum Beispiel komplett nachdrucken) ist derzeit nicht erlaubt.
Hallo editor,
danke für die Antwort. Die meinen faden Nachgeschmack allerdings belässt wie er ist.
Denn der “Meinung (…) dass es eigentlich darum gehe, NS-Hetzschriften der Öffentlichkeit nicht zugänglich zu machen” wurde sowohl mit dem gewählten Timing,
als auch mit der Herangehensweise den Text (demonstrativ?) zensiert beizulegen (hätte man doch wirklich rechtzeitig, oder intern, oder weniger “skandalisierend” regeln können)
und den (wohlweislich?) und schließlich den unkommentiert hier hochschlagenden Empörungswellen, der geneigten Leser doch Vorschub geleistet.
Zeitungsmache, Meinungsmache? Oder wirklich nur Geldmache unter dem ehrbaren Mantel der Aufklärung, die so “wunderbar” Öffentlichkeitswirksam verhindert wird, dank bayrischem Gerichtsbeschluss.
Und geht es nicht genau darum im ganzen Projekt: was wird wie dargestellt, was wird wie zu welchen Zwecken genutzt, benutzt, ausgeschlachtet? Und was wird wie instrumentalisiert? Oder wer? Geneigte, sich empörende Leser zum Beispiel?
Alles in allem doch einfach interessant. Und für mich sehr lehrreich. Wenn auch unfreiwillig und an ungeahnter Stelle.
Es ist wieder typisch, dass man in Deutschland, vor allem in Bayern, mit seiner Gesxhichte nicht umgehen kann. Leider wirken die Kommentare, welche in dem unlesbaren Buch stehen dadurch sehr hilflos. Auch für den, der das Buch “Mein Kampf” kennt, erscheinen die Komentare sehr weichgespült.
Was die gerichtliche Verfügung betrifft. Das ist wieder typisch Bayern. Man lässt es zu, dass es immer noch Vereine und Verbände gibt, welche heute noch die Grenzen von 37 fordern, ber ein Buch, welches in Kataegorie harmlos eingeordnet werden müsste, wird verboten.
Ich hätte es nicht für möglich gehalten, daß das Gericht so entscheidet, gibt es doch auch das Buch “Hitlers Mein Kampf, herausgegeben und kommentiert von Prof. Dr. Werner Maser”. ich besitze dieses Buch nicht, meine aber, es handele sich um den kompletten Text Hitlers, lediglich ergänzt durch Kommentare des Herausgebers. Ich frage mich: wo liegt juristisch der Unterschied zu Ihrem Vorhaben, abgesehen von der Tatsache, daß Sie sogar nur Auszüge veröffentlichen wollen. Das ist doch wirklich nichts weiter als Zitieren, wie es jeder Student in einer Semesterarbeit tut. Ich bin mir sicher, die nächsthöhere Instanz wird Ihnen Recht geben. Schade um unsere Steuergelder, die durch das bayerische Finanzministerium verbraten wurden (Prozeßkosten!). Die ganze Angelegenheit ist lächerlich und empörend. Der Staat behandelt das Volk wie kleine Kinder! Ich bin schon mal gespannt auf 2015, wenn das “Urheberrecht” Bayerns endet. Was wird dann geschehen? Sofern nicht wieder ein “Sondergesetz” erlassen wird, wird der Buchmarkt möglicherweise kurzfristig von billigen Taschenbuchausgaben von “Mein Kampf” überschwemmt werden, und die Verlage werden sich eine goldene Nase damit verdienen, da viele das Buch kaufen werden (von wegen dem “Reiz des Verbotenen”). Dann wird das gleiche passieren wie damals: Die Leute werden 1-2 Seiten lesen, es zu anstrengend finden und es im Regal verstauben lassen. Aus dem unlesbaren Buch wird wieder das ungelesene Buch. Besorgniserregend? Nein.
Ich habe mir heute am Kiosk die 3. Ausgabe der Zeitungszeugen gekauft. Auch die ersten beiden Ausgaben habe ich vorher schon gekauft. Ich habe die Zeitungszeugen nicht wegen der Beilage gekauft, sondern hätte sie auch so erworben. Zu Hause habe ich festgestellt, dass das Unlesbare Buch tatsächlich unlesbar ist…
Wozu haben sie es dann gedruckt? Sie hätten sich das Papier für diese Heftbeilage sparen können und stattdessen nur ein loses Blatt mit den Hintergrundinformationen beilegen sollen. Jeder Leser hätte somit sicher Verständnis dafür gehabt. In einer der späteren Ausgaben hätten Sie dann das Unlesbare Buch beilegen können, wenn sie den Rechtsstreit gewonnen haben (wovon ich ausgehe!). Wie komme ich als Käufer am Kiosk später noch mal diese Broschüre? Muss ich dafür noch einmal bezahlen? Oder übernimmt das Bayrische Staatsministerium die Kosen, wenn es den Rechtsstreit verliert?
Ich habe das Buch schon gelesen (allerdings wegen der schlechten Schreibweise nicht bis zum Schluss) und finde es deshalb einfach nur lächerlich, das nach so langer Zeit und kurz vor dem Ende des Copyrights noch einmal so viel Wirbel darum gemacht wird. Es ist außerdem in der Zeit des Internets kein Problem mehr, an den Orginaltext zu kommen. Wer es also wirklich lesen will, der wird das auch tun. Mit Ernüchterung wird jeder feststellen, dass der Mythos, der um dieses Werk herrscht, den ganzen Kult nicht wert ist.
Hunterte Zitate von A.H. werden in hunderten TV Beiträgen immer und immer wieder gesendet, zahlreiche Bücher und Austellungen berichten dem Interessierten von der damaligen Zeit. Und dennoch beschäftigen wir Deutschen nach soviel Jahrzehnten immer noch Gerichte, um dieses eine Buch vor dem eigenen Volk zu verheimlichen (oder wie nennt man das sonst?) – Die Steuergelder müssen ja irgendwie weg.
Ich kann Ihnen nur viel Erfolg wünschen und hoffen, das sie so weiter machen wie bisher!
Hallo Timo,
wir haben die Beilage trotzdem gedruckt, um zumindest einen Eindruck von unserem Vorhaben vermitteln zu können und zu zeigen, dass es hier um die seriöse Analyse eines Wissenschaftlers geht und nicht um Sensationsmache. Wir wollten unsere Lesern zumindest das anbieten, was uns erlaubt ist. Sollten wir vor Gericht Erfolg haben, legen wir noch einmal eine lesbare Version in Zeitungszeugen ein. Die Beilage war ein kostenloses Extra in der Zeitungszeugen-Nummer 3 und würde auch in einer Folge-Nummer ein kostenloses Extra sein.
Danke für die guten Wünsche!
Hallo editor,
das Buch trotzdem zu drucken, war doch komplett nutzlos – reine Papierverschwendung und der lächerlichste Schildbürgerstreich seit Jahrzehnten! Ohne den Originaltext nützen dem Leser, der “Mein Kampf” nicht gelesen hat, die Kommentare überhaupt nichts, so gut sie auch sein mögen. Ich habe darüber nur lachen können und die Ausgabe trotzdem gekauft, um eine Erinnerung an diesen merkwürdigen Meilenstein deutscher Geschichte zu besitzen: es ist ein wunderbarer Beweis dafür, dass dieses Land auch so viele Jahre nach Kriegsende kein Bisschen darüber hinweg ist. Die Erbschuld bleibt, die Scham und die panische Angst vor sich selbst und vor dem, was das Ausland über uns denken könnte.
Dass das jetzt als Urheberstreit dargestellt wird, sieht mir sehr nach einer willkommenen Ablenkung aus. Bekanntlich waren etliche empörte Gegenstimmen, wie die des Judenrates, kein Bisschen am Urheberrecht interessiert…
Es wurde bereits festgestellt, dass größere Auszüge aus “Mein Kampf” plus Kommentare (also im Prinzip das Gleiche, wie im “unlesbaren Buch”) ganz legal gedruckt werden und schon länger auf dem Markt sind. Sie sind für Jedermann zu erstehen. Was also ist in diesem Fall so anders, dass ein gewaltiger Wirbel darum gemacht werden muss?!
Das Einzige, was mit dieser Aktion erreicht wurde, war massive Aufmerksamkeit und die Mystifizierung eines Werkes, das eigentlich genau das Gegenteil verdient hätte.
Das die Originalpassagen aus “Mein Kampf” retouchiert wurden ist meiner Meinung nach ein gravierender Fehler, der die Glaubwürdigkeit der Kommentare und ihrer Autoren faktisch demontiert. Nach mehr als 60 Jahren sollte man dem Interessierten Leser zutrauen sich selbst ein klares Bild von der Materie machen zu können. In der derzeitgen Fassung der Beilage ist dies dem Leser unmöglich. Dies ist eine Methodik aus der Zeit vor Martin Luther und Johannes Gutenberg, als ausschließlich die Theologen des Lateinischen mächtig waren und nur sie die Bibel interpretieren konnten während dem gemeine Volk die Bibel verschlossen blieb. Was wir als Wahrheit betrachten und was nicht beruht einzig und allein auf dem was wir sehen können und nicht auf dem was wir gesagt bekommen. Solange die Originalpassagen retouchiert sind, wird der Verleger den Zweiflern und Leugnern damit nur die Bestätigung geben mit ihren Anfeindungen und Propagandatheorien im Recht zu sein.
Es ist schlicht lächerlich das ein Nachdruck selbst von Auszügen auch heute noch Verboten wird! Es wird hier im Land soviel vom mündigen Bürger und von Meinungsfreiheit gefasselt aber sobald es konkret wird gilt das wohl alles nicht mehr!
Ich finde es sehr schade, dass die Auszüge aus “Mein Kampf” nicht abgedruckt werden dürfen. Besser ausgedrückt finde ich es lächerlich. Wir sollten langsam lernen, dass ein “Verbot” nichts bringt. Jeder der Google bedienen kann, hat die Möglichkeit das komplette Buch “Mein Kampf” online zu lesen. Aber dann wird der Druck von Auszügen, die im bestreben der Aufklärung von Experten kommentiert wurden, verboten. Aber bei dem erzkonservativen Bayern wundert mich gar nichts mehr.
Ich fände es wichtig, dass den Menschen diese Lektüre zugänglich gemacht werden kann. Denn nur Aufklärung vermag zu verhindern, dass so etwas abscheuliches wie einst nie wieder passieren kann.
Manfred S.
Ich habe mir die Ausgaben von „Zeitungszeugen“ gekauft, um mir selbst ein Bild davon zu machen, welches Anliegen mit dem zunächst durchaus als problematisch erscheinenden Abdruck von Original-Beiträgen aus Tageszeitungen in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt wird; denn manche Publikation „segelt unter falscher Flagge“. Die Einordnung der damaligen Originalbeiträge durch Expertenkommentare halte ich allerdings für ein viel versprechendes Konzept.
Richtig eingeordnet, ist die „Zeitungszeugen“-Beilage mit den – so juristisch entschieden – unlesbaren Texten in meinen Augen ein beredtes Dokument der Zeitgeschichte (so dass ich nicht auf die Idee käme, sie zu reklamieren. – Da dies in einem der Kommentare angesprochen wurde: Meines Erachtens könnte man durchaus gerade diese Ausgabe mit den unlesbar gemachten Passagen als Thema im Schulunterricht behandeln):
Obgleich (u.a.) kurz vor dem Ablauf des Copyrights mussten trotz der Kommentierung die auszugsweisen Original Texte unlesbar gemacht werden; ich gehe davon aus, um zu verhindern, dass entsprechendes Gedankengut verbreitet und trotz Expertenkommentare missverstanden werden könnte. Parallel jedoch zur fraglos zeitaufwendigen Vorbereitung des „Zeitungszeugen“-Projektes blieben dagegen trotz aller Um- und Vorsicht die Aktivitäten der NSU unentdeckt.
B i s l a n g besaß ich nur e i n e Veröffentlichung mit zahlreichen „geschwärzten“ (unlesbar gemachten) Passagen, die allerdings stammt aus einer anderen Zeit und es ging um ein anderes Thema: Corvins „Pfaffenspiegel“. Diese Publikation (auch in der ungeschwärzten Ausgabe!) zu lesen, hat mir nicht geschadet: Als Protestant befürworte ich nach wie vor die Ökumene.
Guten Tag,
und genau hier kann man wieder wunderbar erkennen, dass unser Deutschland immernoch in der Vergangenheit lebt. Ich bin weitaus nicht der einzige, der dieser Meinung ist.
So vieles wird nicht ausgesprochen, was hätte ausgesprochen werden müssen.
So vieles wird nicht getan, was hätte getan werden müssen.
Warum ? – Weil die Politiker, aber auch ein großer Teil unserer Bundesrepublik nur Angst und Furcht zu diesem Thema zeigt. Und während “wir” immernoch Angst vor den politischen Ereignissen der Vergangenheit haben, verkommt die Situation der Gegenwart immer mehr. Diese ganzen Verbote und Zensierungen zeigen nur noch mehr unsere Unreife. Danke
Was ist denn das für ein Quatsch! Eine dünnes Heftchen mit Kommentaren zu etwas, was keiner kennen soll! Das ist ja der blanke Hohn und erinnert an die Sendung “Der schwarze Kanal” aus der ehemaligen DDR: ideologische Meinungsmache mit der Gewissheit, den Wahrheitsgehalt sowieso nicht nachrüfen zu können. Eigentlich ist das ganze wertlos. Den Papieverbrauch hätte man sich sparen können.
Genau so ist es !!
Schliesse mich Ihrer Meinung voll und ganz an !!
Das ist also die große Freiheit in diesem Staat, daß wir nur das lesen dürfen, was uns die „Da oben“ gestatten. Man fühlt sich bevormundet und gegängelt.
Und schlimmer noch. Es kommen einem da einige arge Vermutungen:
Hatte Hitler vielleicht doch in manchem/vielem recht und will man uns diese Wahrheiten vorenthalten?
(…)
Gängeln, belügen und betrügen uns unsere Politiker so wie in diesem Fall nicht auch in anderen Fällen?
Um keine Zweifel aufkommen zu lassen, ich bin kein „Nazi“, aber man betreibt das Geschäft der Nazis, wenn man Bücher, wie hier, „verbrennt“.
Eine derartige Informations- und Aufklärungsverhinderung dient meines Erachtens in erster Linie der rechten Gesinnung. Die braune Masse lacht sich ins Fäustchen, da der denkenden Bevölkerung das Erkennen der unfassbar dumpfen Gedankengänge Hitlers unmöglich gemacht wird. Dem beiliegenden Heft wird jeglicher Sinn genommen, da die Analysen durch die fehlenden Originalstellen frei im Raum schweben und nicht nachvollziehbar sind. Schade, aber für mich kein Grund, den weiteren Erwerb der “Zeitungszeuge”n einzustellen, da diese durch die kritischen Kommentare und Erklärungen der Redaktion dem Verständnis zum dritten Reich und seiner Entwicklung weitaus dienlicher sind, als so manches Geschichtsbuch. Unverständlich ist lediglich die Behauptung, es hier mit der Verbreitung von nationalsozialistischem Gedankengut zu tun zu haben, da die Intention der Menschen hinter den “Zeitungszeugen” offensichtlich ist.
Sehr geehrte Damen und Herren,
zu seiner Geschichte objektiv zu stehen setzt meiner Meinung nach voraus, das ich mich mit Ihr auch auseinandersetze. Dieses kann ich jedoch nur dann wenn mir alle Quellen der entsprechenden Zeit zur Verfügung stehen.
Dadurch, dass die dann durch Experten kommentierten Originaltexte unleserlich gemacht werden, wird aus meiner Sicht eine unnötige Neugier gefördert. Es wird Mitmenschen geben, die die vielen Möglichkeiten der “modernen Zeit” nutzen an diese “verbotenen Früchte” zu kommen, selbige dann konsumieren, aber ohne fachliche, bzw. wissenschaftliche Hilfe unter umständen falsch verstehen. Daraus ergibt sich in meinen Augen eine wesentlich größere Gefahr in eine falsche Richtung zu gehen, als aus einer begleiteten Aufklärung.
Wenn schon in vielen Schulen die eigene Geschichte ein Tabuthema ist, an das sich nur sehr wenige Lehrer Trauen, so sollte doch der Jugend andere Wege ermöglicht werden, Wahrheiten zu erfahren und damit umzugehen lernen.
Ich wünsche Ihnen und uns als geschichtlich interessierten Leser, das die Rechtsprechung erkennt, das Aufklärung besser ist als Verklärung.
Mit freundlichen Grüßen
B.R.
Ich habe heute die 3. Ausgabe gekauft…und bin empört ….das ein land sich noch immer so seiner Geschichte verwährt….Was Passiert den nun mit den normalen Kiosk Käufern wenns nun ein urteil gibt was Positiv ausfällt ?Bekommt mann dann die möglichkeit Ausgabe 1 des Buches noch mal vollständig und lesbar zu bekommen?
Grüße Dominic
Hallo Dominic,
ja, sollten wir mit unseren Rechtsmitteln Erfolg haben, werden wir “Das unlesbare Buch” lesbar veröffentlichen
Zunächst einmal will ich Ihnen ein großes Lob aussprechen, zur Grundidee von “Zeitungszeugen”. Ich finde, diese Form des Vergleiches von Publikationen des 3.Reiches mit begleitenden Fachkommentaren trägt sehr zur politischen Meinungsbildung bei -auch bei der jüngeren Generation.
Wütend macht mich jedoch, dass durch ein Gerichtsurteil diese Transparenz unterbunden wird bei der Veröffentlichung von Passagen von “Mein Kampf”. Gerade durch solche Urteile wird dieses Buch geradezu mystifiziert. Außerdem fühle ich mich als mündiger Bürger total bevormundet. Ein solches Verbot ist ein Rückfall in düstere Zeiten der Pressezensur. Unglaublich!
Ich hoffe, Ihr Einspruch gegen dieses unmögliche Urteil ist von Erfolg gekrönt. Machen Sie weiter so!
Schöne Grüße aus Bayreuth
Wilhelm Hopf
Natürlich ist “Mein Kampf” ein vor Schlichtheit kaum zu übertreffendes “Werk”. Aber warum sollte dieses Buch, das immerhin zur Hauptpropaganda des 3. Reichs gezählt wird und maßgeblich zur Mysthifizierung Hitlers beigetragen hat, nicht weiterhin lesbar sein? Ich würde mir auch furchtbar ein eigenes Bild von diesem Buch machen und hoffte, “Zeitungszeugen” können mir das Buch und die offenbare Faszination erklären. Ich habe gegoogelt und dachte, eine kommentierte Ausgabe entdeckt zu haben, es war dann aber doch nur blöde Satire.
Ich appelliere an dieser Stelle an das bayrischer Finanzministerium, die Ausgabe von “Zeitungszeugen” zu erlauben und damit einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich finde es auch unverständlich das nach fast 70 Jahren nach dem Ende des 2. Weltkrieges es immer noch nicht möglich ist “Mein Kampf” unkommentiert und zumal noch in Auszügen zu lesen.
Wie sollen denn die Menschen, gerade die jüngere Generation, lernen was es heißt in einem totalitären System zu leben, wenn solche wichtigen Dokumente einfach nicht zugänglich sind?
Es ist eine Frechheit vom Freistaat Bayern dies zu verhindern.
Oder denkt Bayern das ihm dadurch eventuell diverse Tantiemen durch die Lappen gehen?
Ich hoffe das es da bald eine, für die Leser der Zeitungszeugen, befriedigende Lösung gibt.
Ich finde es unfassbar und unverständlich,dass Sie sich dem Druck der Bayrischen Landesregierung und eines Gerichtsurteils gebeugt haben und dieses Heft geschwärzt haben. Was kann ich als Leser jetzt noch mit diesem Heft anfangen? Dass Sie noch in ganz kleiner Schrift dazuschreiben, dass der Originaltext entfernt ist, konnte ich auf die Schnelle in der Auslage nicht lesen…. Ich will mein Geld zurück….
Zur Problematik kann ich nur sagen, dass ich dieses Buch als Student der Mittleren und Neueren Geschichte in der Universitätsbibliothek ausleihen wollte. Obwohl es eine Notation hatte, stand es aber nicht an seinem Platz. Stattdessen war dort ein Hinweis angebracht, dass nur Personen mit berechtigtem Interesse das Buch unter Aufsicht anschauen dürfen. Hierzu habe ich die Meinung, dass man doch den Menschen selbst überlassen muss, wie sie ein Buch lesen und welche Schlüsse sie daraus ziehen. Wer sich heute noch von antijüdischer Propaganda und Geschwaffel über den Versailler Vertrag beeindrucken lässt hat sowieso nicht alle Latten am Zaun.
Also ich bin zutiefst enttäuscht, wie in Deutschland mit diesem Buch umgegangen wird, man kann es im Internet sogar in vielen Fremdsprachen frei downloaden, nur in Deutschland scheint man den Menschen immer wieder von oben diktieren zu wollen, was sie zu lesen und zu denken haben.
Bedauerlich das ich im Jahr 2012 noch zensierte Bücher über dunkle Kanäle erwerben muss, um mir Wissen und Aufklärung zu verschaffen. Mit dem Auslaufen der Urheberechte wird sich das ohnehin erübrigen und eine “Mein Kampf” Schwemme über uns hereinströmen . Wenn die Schaufenster mit zensierten Hitler Konterfeis werben.. Trotz des Verbots der bayrischen Justiz, hätten Sie die Beilage gleich ganz weglassen können oder auf dem Extra Heft in großen Lettern mitteilen, daß das unlesbare Buch wörtlich zu nehmen ist. So jedoch war ich extrem enttäuscht, als ich diverse Vorwörter lesen musste, um zu wissen, getäuscht worden zu sein. Das deckt sich meines Erachtens auch nicht mit dem offenen Journalismus den Sie in Zeitungszeugen seit der ersten Ausgabe 2009 stets hervorheben.
Also ich finde es erstaunlich, dass wir als mündige Bürger gesehen werden, es dann im konkreten Fall dann jedoch nicht sein dürfen. Warum soll ein kommentierte Ausgabe von “Mein Kampf” nicht zugänglich gemacht werden? Wird jemand wirklich zum Nazi, weil der darin liest?
Andererseits ist das Buch für denjenigen, der es will problemlos über das Internet zu beziehen. Allerdings ist es so schlecht geschrieben, dass es wohl wie in den Zeiten des Dritten Reichs wohl kaum jemand wirklich lesen will. Die Gefahr, dass jemand dadurch zum Anhänger der NS-Ideologie wird ist somit eher gering, zu viel schülstiger Text, zu wenig platte Parolen.
Ich sehe also keinen ernsthafen Grund, die Veröffentlichung zu verbieten, zumal kommentierte Ausgaben, wie schon von Vorrednern erwähnt erhältlich sind. Was mir noch auffällt ist, dass schon wieder bei der dritten Ausgabe (wie 2009) das bayerische Finanzministerium eine Ausgabe zensiert. Es könnte sein, dass man es bewusst darauf angelegt hatte. Eine Meldung über eine Zensur schafft Aufmerksamkeit.
Wie dem auch immer sei, ich halte es für lächerlich, Auszüge aus Hitlers Buch (zumal auch kommentiert) zu verbieten. Wer will, kommt ohnehin an das Buch und zum Anhänger der NS-Ideologie wird dadurch wohl eher niemand. Aber viele mündige Bürger bekommen die Möglichkeit vorenthalten, sich selbst ein Bild von dem “Standardwerk des Führers” zu machen.
In diesem Sinne hoffe ich, dass auch wie 2009 das bayerische Finanzminiserium in diesem Rechtsstreit unterliegt. Denn Zensur ist der falsche Weg mit diesem Teil der Geschichte umzugehen.
Ich habe mir heute die – zensierte – Ausgabe gekauft und jetzt folgende Frage:
Wie sieht es mit Teil 2 und 3 aus (Propaganda und Ideologie)? Wann sollen Sie erscheinen und in welcher Form (oder hängt das von der Gerichtsentscheidung ab?)
Mit freundlichen Grüßen
Jochen
Hallo Jochen,
ja, das hängt von der Gerichtsentscheidung ab. Im Moment ist es uns untersagt, die Beilagen mit den Originalauszügen zu verbreiten. Sollten wir Erfolg haben, werden wir die Beilagen wie geplant veröffentlichten. Sobald es etwas Neues dazu gibt, erfahren Sie es natürlich auf unserer Internetseite und sicherlich auch aus dem Medien.
Der sogenannte “Freistaat” Bayern legt wiedermal die Axt an die Wurzeln der Demokratie. Dumpfbacken aus bestimmten Kreisen lachen sich ins Fäustchen, “Mein Kampf” soll das große Geheimnis bleiben… Über 80 Jahre nach Erscheinen dieses Buches ist es immer noch nicht möglich auf legale und seriöse Weise sich diesem zu nähern.
(…)
Ich muß mir meine Informationen wohl auf andere Weise besorgen, eine interessierte und kritische Öffentlichkeit ist zu diesem Thema anscheinend nicht gewünscht, eine Aufarbeitung dieser Zeit wird weiter vereitelt und behindert.
Das Machwerk des größten Wahnsinns-Gefreiten und Mordanstifter aller Zeiten, diese plumpe Aufforderung/Anleitung zum Massenmord Andersdenkender, Angehöriger anderer Nationen und sogenannter Lebensunwürdiger sollte also nach der Meinung vieler User in dieser Plattform in den Regalen der Bibliotheken – auch hier bei uns in Gotha/Thüringen zu finden und ohne irgendwelche Auflagen zu erhalten sein. Die Zeitung-Kioskbetreiber sollten nach der Meinung vieler User originalgetreue Nachdrucke der Nazipresse verkaufen dürfen, gleichfalls ohne irgendwelcher Einschnitte…
Man stelle sich eine Apotheke vor, in der in überschaubaren Regalen werbekräftig Pülverchen und Pillen, Ungiftiges – aber auch Gift in Döschen und Dosen, in Fläschchen und Flaschen zum freien Kauf angeboten wird…
Sie meinen, dass dieses Beispiel hinkt und herbeigezogen ist? Nun, dann schlucken sie das Gift. Wohl bekomm’s…
Ich fand es ja schon lächerlich als vor 2 Jahren Zeitungszeugen in Deutschland quasi verboten wurde, schön das es einen 2. Anlauf gibt.
Ich war schon gespannt was nun mit den Auszügen aus “Mein Kampf” in der 3. Ausgabe passiert, es war natürlich klar das der Freistaat Bayern sich einmal wieder lächerlich macht gegenüber der Weltöffentlichkeit.
Seine Bürger so zu Bevormunden ist absolut nicht mehr Zeitgemäss und das ist es was die Verantwortlichen einmal verstehen sollten!
Die Bürger die diese Zeitung lesen und sich mit der Deutschen Geschichte auseinandersetzen wollen um vergangenes nicht zu vergessen und um es zu verstehen sind keine Menschen die dadurch in eine Staatsfeindliche Szene abrutschen.
Und alle die andere Gründe (wie Rechte ansichten) haben und deswegen “Mein Kampf” lesen wollen, werden dies sicherlich eh nicht durch diese Auszüge machen sondern sich das komplette Buch anderweitig besorgen.
Ich persönlich muss sagen das diese Zensur eine Beleidigung an die Bevölkerung ist und die Auszüge in dieser Ausgabe aus dem Buch durch die Unlesbarkeit des Originaltextes leider absolut nicht verständlich ist. Die ausschliesslichen Erläuterungen des Experten kann ich ohne des Originaltext nicht in einen klaren Zusammenhang bringen.
Das sich der Freistaat Bayern, 3 Jahre vor dem ende des Copyrights, noch so verhält ist mir einfach nicht verständlich und Beschämend für das 21. Jahrhundert !!!
Hallo Marcus,
vielen Dank für deine Meinung. Zum ersten Punkt: Auch die erste Auflage ist wie geplant zwei Jahren lang mit fast 100 Ausgaben erschienen und wir haben den Rechtsstreit damals gewonnen. Leider entstand in der Öffentlichkeit nur vielfach der Eindruck, dass Zeitungszeugen “verboten” worden wäre. Das war aber nie der Fall – wir hatten nur einige Zeit eine unklare Rechtslage wegen der Urheberrechte an zwei NSDAP-Blättern.
Achso, gut das zu Erfahren nachdem ich nämlich 2009 nur eine “light” Ausgabe für 1€ kaufen konnte in der keine Zeitungsnachdrucke drin waren, hab ich danach bei meinem Kiosk auch keine weiteren Ausgaben gesehen und dachte sie wäre komplett verboten worden.
Was ich da jetzt in Händen halte, ist enttäuschend. Es wäre gar nicht notwendig gewesen, diese Beilage nun noch mitzuliefern. Reine Papier- und Plastikbeutelvergeudung! Kein Mensch versteht die Kommentare ohne einen vorliegenden Text. Und by the way: Ich bin Journalisten-Kollege (Themen Berg & Reise) und arbeite mit Reisegruppen auch im süditalienischen Neapel. Dort konnte man das Buch “Mein Kampf” als Paperback vor drei oder vier Jahren in der Altstadt an jeder Straßenecke kaufen – allerdings nicht in deutsch, sondern in italienisch.
Stimmt so ging es mir in London auch, hab in Englisch dort das Buch “Mein Kampf” sogar bei Harolds gefunden.
Ich glaube der Freistaat Bayern hat auch nur die Rechte für die Deutsche Sprache, kann das sein ZZ-Team?
Ich finde es auch nicht gut, dass der bayerische Staat den Nachdruck des Werkes verboten hat. “Verbotenes Wissen” soll und darf es nicht geben. Die Bevölkerung wird doch nur umso neugieriger, wenn selbst noch heute, in unserer aufgeklärten Zeit, der Text eines Buches der Öffentlichkeit vorenthalten wird. Es ist wichtig das sich die Allgemeinheit mit den (geschichtlichen) Problemen des eigenen Landes auseinandersetzt. Außerdem kann der Freistaat Bayern auch nur noch bis 2015 der Weiterverbreitung dieses Werkes entgegenwirken.
Offen gesagt war meine Erwartung heute morgen, als ich an den Kiosk ging, niedrig: Es war ja zu erwarten, dass der Freistaat Bayern eine erneute einstweilige Verfügung beantragt und diese auch bekommt.
Eine leise Hoffnung hatte ich jedoch: Darauf, dass Zeitungszeugen nicht noch einmal einen Kotau vor dem bayerischen Freistaat vollzieht, wie noch 2009, als mindestens eine Ausgabe “zensiert” erschien. Damals für mich ein Grund, die Reihe nicht weiter zu erwerben.
Gut gemacht, aber nicht durchdacht, so meinte ich. Mit Verlaub: den Rechtsstreit führe man bitte im Voraus zu Ende, nicht auf dem Rücken mündiger Bürger, die sich in einer wehrhaften Demokratie gern selbst eine kritische Meinung bilden. Verleger sollten die Mittel für die notwendige Anwaltsphalanx mitbringen, oder ein Projekt wie Zeitungszeugen absagen. Oder durchziehen. Notfalls mit allen Konsequenzen. Man erinnere sich: Auch ein Augstein ging für den SPIEGEL ins Gefängnis! Also: Führen Sie entweder den Prozess um die kommentierte Beilage zu “Mein Kampf”, bevor Sie sie in Zeitungszeugen beilegen. Oder legen Sie sie trotzdem bei, unzensiert. Die hunderttausend Polizisten, die jedes einzelne Exemplar am Kiosk einsammeln, möchte ich erstmal sehen. Zum nochmaligen Kuschen hatten Sie keine Notwendigkeit!
Ich sage trotzdem danke für den fundierten Kommentar. Die Stellen, zu denen er gehört, finde ich in meiner unkommentierten Textfassung von “Mein Kampf”. Aus dem Internet oder dem Antiquariat, wenn ich denn will. Der Freistaat Bayern mag Recht haben, aber ein Recht, dass sich nicht sinnvoll durchsetzen lässt, ist eine Farce. Auf die Durchsetzung eines solches Rechtes zu verzichten, wenn es der Einzelfall denn möglich macht – und wann, wenn nicht bei einer wissenschaftlich fundierten Auseinandersetzung wie bei Zeitungszeugen ist das gegeben? – wäre ein Zeichen staatsmännischer Größe und demokratischer Reife, nach beinahe 70 Jahren. Übrigens: Eine kurze Recherche bei amazon.de ergibt “eine kommentierte Auswahl” von Hitlers “Mein Kampf” von Christian Zentner (ISBN-10 3471665536). Auf Lager. 255 Seiten. Warum darf Zeitungszeugen keine dreiteilige 15-seitige Beilage bringen? Wie gesagt: Eine Farce. Armes Bayern. Armes Deutschland?
Guten Tag
Es wundert mich überhaupt nicht ,da wir ja nur theoretisch eine Meinungs und Pressefreiheit haben in diesem System “Bundesrepublik”! Eigene Meinung ist im System eben nicht gewollt ! Und so etwas macht traurig in einem angeblich “freiheitlichstem Rechtsstaat den es je auf deutschem Boden gab” .
Oje, oje,
denken die in Bayern wirklich, wenn Auszüge aus “Mein kampf” veröffentlicht werden, das dann aus den Fenstern deutscher Haushalte die Rechskriegsflagge wehen wird? Das ist lächerlich, denn wer sich wirklich mit der Geschichte seines Landes auseinandersetzen möchte, der wird auch das Negative wissen! Unsere heutige Politik möchte wahrscheinlich noch Millionen Jahre für unsere Vergangenheit büßen müßen, was sowieso schon Hohn ist. In anderen Ländern wird über deren genauso negative Vergangenheit kein Wort mehr verloren, geschweige denn gebüßt. Da war es einfach so und Punkt. Um einen Menschen wie Hitler zu verstehen bzw. zu verstehen welche Gedanken ihn zu solchem Denken und Taten getrieben haben, dem sollte auch kompletter Einblick in dieses Buch gewährt werden!
was hat sich geändert ? Immer und auch auch heute wurde und wird von Politikern bestimmt, was man lesen darf und was nicht, ich bin nur froh, dass ich kein Abo für versprochene Transparenz abgeschlossen habe, bezahlen für nicht erfüllte Versprechen, danke, zum zweiten mal enttäuscht.
Glauben Sie wirklich, dass man mit Zensur den Wunsch der Leser auf eigene Bewertung der unsäglichen Zeit entspricht?
Nur wer seine Geschichte und die seines Landes kennt, kann Vorgänge in Gegenwart und Zukunft richtig einordnen und vielleicht sogar aus in der Historie gemachten Fehlern lernen. Deshalb ist es für mich absolut unverständlich, dass noch im Jahr 2012 selbst kommentierte Auszüge aus Hitlers Machwerk in einer geschichtlichen Zeitungssammlung nicht veröffentlicht werden dürfen. Warum haben wir noch immer Probleme mit der Aufarbeitung der deutschen Geschichte? Wie soll sich der mündige Bürger selbst ein Bild machen können von Vorgängen, die das “Dritte Reich” und die Verführung eines ganzen Volkes erst ermöglicht haben? Dank an die Verhinderer, die geschichtlich Interessierte weiterhin bevormunden. Denn unter unbelehrbaren Neonazis kursiert das unlesbare Buch sicher schon lange.
Ich weiß nicht wie viel es zu diesem Thema noch zu sagen gibt. Meine Vorredner haben bereits alles erwähnt. Ich möchte mich dem anschließen in dem ich sage, dass ich es sehr schade finde und traurig darüber bin, dass diese Ausgabe zensiert werden musste.
Durch dieses Vorgehen werden nur Menschen behindert, die einen tieferen Einblick in das Geschehen der damaligen Zeit haben wollen, unterstützt durch Kommentare von Experten in diesem Gebiet, was eigentlich schon garantiert, dass niemand durch diese Ausgabe rechtsextrem wird. Rechtsextreme bekommen das Buch ohnehin durch Umwege.
Es wirkt sich also nur negativ auf die Leute aus, die nicht rechtsextrem sind.
Ich kann mich noch an den Geschichtsunterricht aus meiner Schulzeit erinnern, der nur einige Jahre zurück liegt. Wir haben oft und intensiv genug über den Nationalsozialismus geredet. Die Menschen heute sollten die Demokratie genug zu schätzen wissen, um von so alter Propaganda nicht mehr beeinflusst zu werden. Und genau hierbei hilft Zeitungszeugen.
Hallo,
ich bin ein junger Mitbürger und habe relativ wenig Taschengeld. Heute habe ich mir – wie jeden Donnerstag- die neueste Ausgabe von Zeitungszeugen gekauft. Ich finde es UNVERSCHÄMT dass die “Originalauszüge” von Mein Kampf unlesbar gemacht wurden! Ich finde dann kann man sich die Auszüge auch gleich sparen. Ich lese KEINE “Expertenkommentare” ohne vorher das Original Dokument zu sehen. Mir ist es da auch egal was das Bayrische Staatsministerium gesagt hat. Wenn Sie keine Auszüge drucken dürfen, dann lassen Sie es doch einfach ganz bleiben.
Ich war richtig enttäuscht über Ihre Entscheidung.
Es sind doch bereits seit Jahrzehnten Bücher mit kommentierten Auszügen aus “Mein Kampf” auf dem Markt, z.B. von Zentner, Maser, Halbritter etc.
Welche Privilegien haben diese Autoren gegenüber dem Bayrischen Staatsministerium, die Sie nicht haben?
Was ich persöhnlich schade finde, ist das in der Ausgabe der Zeitung leider die Textstellen neben den Kommentaren zur Unkenntlichkeit “verschwommen” worden sind, ebenso wie in der Funktion hier im Heft zu blättern, doch aufgrund der rechtlichen Lage verständlich.
Es ist schade das die Ignoranz und die Intolleranz zum Interesse an der Vergangenheit in Deutschland noch so groß ist, das Interessierte nicht die Möglichkeit haben, sich zu informieren und eine volle Meinung dazu zu bilden.
2015 soll ja, so ein Artikel in Ausgabe 3, das Buch veröffentlicht werden.
Doch bestimmt wird die Veröffentlichung und Neuauflage des Buches
unter hoher Kritik verschränkt bleiben.
Hallo Zusammen,
nachdem ich heute voller Vorfreude die Zeitungszeugen 3 in der Hand hielt, war ich etwas enttäuscht darüber, dass die Sonderbeilage jetzt doch zensiert wurde.
Warum scheut sich die deutsche Politik uns die Wahrheit zu erzählen?
Wir können nur aus der ganzen Wahrheit lernen.
Die Ausrede, dass die Schriften nicht in die falschen Hände gelangen dürfen, kann ich nicht akzeptieren. Die Gruppe, die das nationalsozialistische Gedankengut verbreiten will hat meines Erachtens nach kein Problem an diese Schriften zu kommen.
Ich finde:
Lieber jetzt aufklären, als 2015 dieses Buch ohne Erläuterung zu veröffentlichen und somit Gefahr laufen, dass es falsch verstanden wird, so wie vor 80 Jahren.
Sehr geehrte Damen und Herren, leider habe ich erst zu Hause gemerkt, daß das Booklett
tatsächlich nicht lesbar ist! Ich fordere Sie daher auf, mir das Büchlein als pdf-Datei zuzusenden oder mir eine Gutschrift über 2,- EURO zuzusenden. Ich selbst bin inzwischen 66 Jahre alt und für den Mist nicht zugänglich. Ich finde es empörend, daß in einer Demokratie einige meinen die anderen bevormunden zu müssen. Ich bedauere, daß es nicht möglich ist, ‘Mein Kampf’ in der Oberstufe als Kurs in Deutsch und Geschichte zu behandeln, sodaß auch die Jugend frühzeitig erkennt, was an dem Buch schlecht ist und warum.
Mit freundlichem Gruß
Luckner
Sehr geehrter Herr Luckner,
Ihr Ärger ist verständlich und wir bedauern, dass wir Ihnen nicht anbieten konnten, was angekündigt war. Aber in der Kürze der Zeit konnten wir unsere Leser nur auf dieser Webseite und über die Medien größter darauf hinweisen, dass die Originalauszüge entfernt werden mussten. Es ist uns rechtlich derzeit nicht erlaubt, anders zu verfahren. Wie Sie vielleicht gelesen haben, werden wir gegen die Entscheidung des Münchner Gerichts Rechtsmittel einlegen. Sollten wir Erfolg haben, werden wir Ihnen die vollständig lesbare Variante zugänglich machen. Wir hoffen auf Ihr Verständnis.
Ich habe mir heute die Ausgabe der Zeitunszeugen in dem Glauben gekauft, dass ich auf legalem Wege Auszüge aus Hitlers “Mein Kampf” lesen werde. Umso erstaunter bin ich,dass das Bayerische Staatsministerium diesen Druck durch ein Gericht untersagen ließ.
Die Frage drängt sich auf: Mit welchen Motiven untersagt das Bayerische Ministerium den Druck? Welche Folgen fürchtet es!?
Ist es nicht wichtig sich endlich mit diesem Buch auseinanderzusetzen? Ich denke, es ist an der Zeit, dass dieses “Buch” sachkundig interpretiert und kommentiert veröffentlicht wird.
Gerade jetzt wo der Nationalsozialismus aktuell in unsere Lebenswelt eingreift muss durch solche Texte Aufklärung betrieben werden! Ich denke, unsere Gesellschaft ist demokratisiert genug, um es richtig zu interpretieren.
Wenn ein Gericht eine formal juristische Entscheidung trifft, so mag diese zwar zum aktuellen Zeitpunkt richtig sein. Fakt ist aber auch, das nicht jede Entscheidung auch mit dem logischen und gesunden Menschenverstand nachvollziehbar ist. Die Frage steht somit “Qui bono”. In wie weit profitiert ein Verlag der das Original oder das Original mit Kommentaren veröffentlicht? Wo ist dieser Verlag ansässig und viele andere Fragen. Durch ein Verbot wird ein Interesse erweckt – wozu? Historiker wissen wo ein Original zu finden ist und wer es braucht kann es auch kaufen – KEINE BEZUGSANGABE! In der vorliegenden Form kann es übrigens Alles sein von Mein Kampf bis zu Honecker – Aus meinem Leben, oder ist es ein alter Artikel aus der Bildzeitung oder gar Omas Rezeptbuch? Dieser Teil 1 ist nur eins – sinnlos und Papierverschwendung. Eine abschließemde Frage sei noch gestellt. Wie groß muss die Angst der Bundesrepublik eigentlich sein um das Buch nach ca. 70 Jahren noch unter Verschluß zu halten. Ein Äquivalent bietet nur noch der Vatican mit seiner geheimen Bibliothek.
Ich finde es schade das Bayern sich mal wieder in den Weg stellt. Man kann nur aus den Fehlern der Vergangenheit lernen, wenn man auch Zugang zu den Quellen von damals hat und nicht in dem man alles verbietet. Es ist zwar einfach zu sagen “Das ist verboten….. und das ist verboten” doch lernen kann man daraus leider nichts finde ich bedauernswert.
Ich hatte ehrlich gesagt schon damit gerechnet, dass die Beilage nicht in der geplanten Form veröffentlicht werden darf. Es ist traurig, dass das Material auch nach so langer Zeit nicht zur öffentlichen Diskussion steht, wie soll man den Enthusiasmus und die Kritiklosigkeit der damaligen Bevölkerung nachvollziehen können, wenn man nie erfährt, mit was Hitler ihnen diese Weltanschauung schmackhaft machen konnte.
Das Buch “Mein Kampf” ist für mich ein Zeitdokument wie viele andere Schriften auch -nicht mehr und nicht weniger- und ich frage mich ernsthaft, vor was der Freistaat Bayern solche Angst hat, dass er sich so gegen eine Veröffentlichung sträubt.
Ach ja, und soweit ich weiß, bekommen diejenigen, die das komplette, unzensierte Buch haben möchten, dieses problemlos über einige unserer Nachbarländer… insofern kann das ja nicht der Grund sein.
Schade drum, aber großes Lob an die Macher der “Zeitungszeugen” für einen authentischen und lehrreichen Blick in eine schwierige Zeit.
Es ist echt Schade das dieses Buch immer noch unlesbar für viel Leute ist. In vielen Ländern kann man dieses Buch lesen nur wie immer nicht in Deutschland. Ich persönlich finde es sehr lächerlich das man sogar nur kleine Auszüge aus Mein Kampf verbietet. Spätesten 2015 wird man das Buch bestimmt überall zu kaufen kriegen und dann kann auch keiner mehr was dagegen sagen.
Jetzt haben sie das Buch doch tatsächlich buchstäblich unlesbar gemacht! Ich finde das eine wirklich gelungende unfreiwillige “Realsatire”! Ich liebe dieses BRD-Land weil es so fürsorglich ist. In Orwells Land “1984″ hat man das allerdings täglich so gemacht.
Ich finde das was die bayrische Landesriegierung macht einfach nur lächerlich. Denken die denn wirkich noch das man sich dieses Buch heute nicht über das Internet downloaden kann. Wer an dieses Buch kommen will wird es sich denke ich mal so besorgen.
Außerdem ist die ganze Sache über 65 Jahre her. Daher denke ich sollte man so wie es der Verlag geplant hatte auch veröffentlichen. Und gegen ein paar Auszügen sollte ja nichts zu sagen sein.
Und sobald im Jahre 2015 der Urhebrschutz ausläuft wird ein Verleger sicherlich das gesamte Buch veröffentlichen.
Ich lese die Zeitungszeugen nicht wegen Hitlers Machwerk im Original und ehrlich hatte ich bislang auch nie ein Bedürfnis dazu, weshalb mir nicht einmal bewusst war, dass es bis auf in Neonazikreisen nirgends zu lesen ist. Hitler im Originalton finde ich schon im Tonfilmmaterial schier unerträglich.
Trotzdem dachte ich eben, als ich die Beilage des heutigen Exemplares der Zeitungszeugen aufschlug “ich glaub ich spinne, das kann doch nicht wahr sein”.
Mit dieser Art Zensur kriegt doch ein solcher Text heute erst noch eine Macht die diesem nicht gebühren sollte, denn ich glaube nicht, dass es damals überhaupt in breiter Masse gelesen wurde geschweige denn, dass es propagandistische Wirkung hatte. Klar, ich verstehe die “Giftschrankpolitik”. Trotzdem macht es mich Gruseln, dass bis heute Menschen daran glauben, dass das ein Weg zu richtig verstandener Aufarbeitung unserer Geschichte wäre.
Und kein Mensch weiß und kann es auch nicht wissen, ob nach dem Krieg irgend ein Hahn jemals nach diesem Machwerk gekräht hätte, wäre es nie verboten worden. Man kann es nicht wissen, aber vielleicht hätte sich dieses Gespenst in der Öffentlichkeit viel eher totgelaufen als rumorend im Kellerverlies und unter der Hand in einschlägigen Kreisen gehandelt.
Das Grauen dieser Zeit und das Grauen darüber, was dem Menschen möglich ist seinesgleichen anzutun, das wird mir im ganzen Ausmaß klar, wenn ich die Entwicklung aus dieser Zeit heraus nachvollziehen kann.
Und ich finde die Anfänge dessen durchaus erschreckend vergleichbar mit dem, was Menschen in heutiger Zeit Menschen anzutun pflegen. In ebenso grauenvoller Normalität. So fühlt es sich in der Erkenntnis jedenfalls an, wenn ich die Chance habe “vom Anfang her” auf die Geschichte zu gucken und nicht “vom Ende her”, wissend, wohin das geführt hat.
“Wehret den Anfängen” hieß es doch immer, und wie die aussehen, kann ich immerhin heute nachlesen und mich dabei dem Gedanken nicht erwehren, dass es genauso heute wieder passieren könnte, weil so manches von damals doch heute genauso klingt.
Ich hoffe ich habe irgendwie rübergebracht, dass ich das wichtig finde: die kommentierte Herausgabe solcher Originaltexte.
Guten Tag,
ich finde sogar dass es die unbedingte Pflicht eines jeden Bewohners der BRD ist, sich auch in jüngerer Zeitgeschichte zu bilden. Bildung kann man dabei aber nur selbst erarbeiten. Man muss für sich die Originalquellen kritisch und zwischen den Zeilen lesen, selbst darüber nachdenken und dann die Kommentare zu Rate ziehen. Dann erst entsteht ein fundiertes Bild. Wer fürchtet Neu-Nazis könnten dieses für ihre Propagendazwecke mißbrauchen, dem ist entgegenzuhalten, dass solche Schriften für jene uninteressant sind, weil zu Textlastig. Ein hohler Kopf denkt nicht gern…
Daher, werte Vertreter des wohl nicht so freien Staates Bayern, bitte ich Sie, haben Sie etwas Vertrauen in die gesunde Intelligenz und kritische Reflektionsgabe Ihrer Bevölkerung. Bildung ist erste Staatsbürgerpflicht!
Mit freundlichen Grüßen
Das ist ja mal wieder typisch die Bayern hatten 2009 schon versucht die kompletten Zeitungszeugen zu verbieten, sind daran aber gescheitert. Jetzt schon wieder. Es kann doch jeder für sich selber entscheiden ob man sich die Zeitungszeugen kauft oder nicht.
Guten Morgen,
ich habe in der FAZ gelesen, dass es möglich ist bei Ihnen ein unzensiertes Exemplar der dritten Ausgabe zu bekommen. Dazu soll man einen frankierten Rückumschlag an Sie übersenden.
Bitte nennen Sie mir Ihre Adresse und die Art und Weise der Zahlung.
Mit freundlichen Grüßen
René Marx
Guten Morgen Herr Marx,
leider hat sich die Lage geändert. Da das Landgericht München uns untersagt hat, die kommentierten Auszüge aus “Mein Kampf” zu veröffentlichen, müssen wir dieses Angebot zurücknehmen. Gegen die Entscheidung des Münchner Gerichts werden wir Rechtsmittel einlegen. Sollten wir Erfolg haben, werden wir Ihnen die vollständig lesbare Variante zu einem späteren Zeitpunkt schicken.
Es ist schade, dass dieses Buch noch immer ein “Mythos” bleibt. Jeder kennt es, nur wenige dürfen es lesen aber alle haben eine Meinung darüber.
Wenn man tatsächlich den Hass in diesem Buch bekämpfen möchte funktioniert dies in meinen Augen nur mit sachlicher Aufklärung. Mit dem Verbot bleibt es mythisch und das Intresse daran steigt immer weiter.
Ich beschäftige mich viel mit deutscher Geschichte und es ist beim tieferen recherchieren sogar hinderlich, da alle großen Wissenschaftler (Shirer, Fest, Knopp, usw.) sogar in Ihren Fußnoten darauf verweisen. Hier werden schon unterschiedliche Interpreatationen aufgezeigt. Eine eigene Meinung kann man sich nicht bilden.
Schade, dass die aufgeklärte Bundesrepublik noch immer Angst vor den Gespenstern der Vergangenheit hat und leider das eigene Volk für so unmündig hält, dass selbst eine kommentierte Ausgabe wohl eine Gefahr darstellt.
Wenn jemand Propaganda haben möchte, bekommt er sie auch…
Gruß
Guten Tag,
ich hatte die erste Serie bnis zum Schluß abonniert. Die Neuauflage uas verständlichen Gründen nicht. An der Beilage “Das unlesbare Buch” bin ich jedoch interessiert. Kann ich diese auch beziehen.
Mit freundlichen Grüßen
Manfred Gebhardt
Guten Tag Herr Gebhardt,
auf Antrag des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen hat ein Münchner Gericht am Nachmittag des 25.Januar entschieden, dass Zeitungszeugen bis auf weiteres keine Auszüge aus ‘Mein Kampf’ verwenden darf, um sie wissenschaftlich kommentiert und analysiert zu veröffentlichen. Gegen die Entscheidung des Münchner Gerichts werden wir Rechtsmittel einlegen. Sollten wir Erfolg haben, können Sie die vollständig lesbare Variante zu einem späteren Zeitpunkt erhalten. Am Kiosk erhalten Sie ab heute die Beilage in der Zeitungszeugen-Ausgabe Nummer 3 mit unkenntlich gemachten Originalauszügen.